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21. August 2017

Tierpflegerin Anja Eichler zieht ein junges Känguru auf!

Ungewöhnliche Handaufzucht im Tiergarten Straubing

Wer der Tierpflegerin Anja Eichler derzeit in der Stadt begegnet, muss oft zwei Mal hinschauen, um zu glauben, was er sieht: Aus ihrem Kragen sieht ein kleines, schlankes, bepelztes Köpfchen mit großen Ohren hervor. Es ist ein junges Känguru. Ein Bennett-Känguru, um genau zu sein. „Arinya“ heißt die Kleine, nach einem Namen, den die Aborigines benutzen und der die Bedeutung „Känguru“ trägt. Als sie nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter der Affenrevierpflegerin in Obhut gegeben wurde, war sie schon etwa vier Monate alt, aber noch lange nicht über den Berg! Denn Kängurus werden noch völlig unterentwickelt geboren, kleine rosa Würmchen mit 1cm Länge, die im Anschluss 9-10 Monate lang noch im Beutel der Mutter heranwachsen müssen. Somit war Arinya noch völlig nackt und wog nur ein knappes Pfund, wenn auch ihre Augen schon geöffnet waren. Nachdem Kängurus eine ganz spezielle Muttermilch benötigen, die sich im Laufe der Säugezeit in ihrer Fett- und Eiweißzusammensetzung auch noch verändert, rief der wissenschaftliche Volontär des Tiergartens Ludwig Fischer nach Anweisung von Tiergartendirektor Wolfgang Peter verschiedene Zoos und Känguruhalter an und fragte nach deren Erfahrungen mit Känguru-Handaufzuchten. Er recherchierte über die sich verändernde Zusammensetzung von Kängurumilch, erkundigte sich nach Vertrieb und Einfuhrbedingungen, bis endlich die richtige Milch gefunden war! Das Ergebnis dieser Bemühungen blickt nun neugierig aus dem Beutel an Anja Eichlers Bauch. Mittlerweile lebt das junge Weibchen schon über einen Monat bei seiner Pflegefamilie, hat ein samtig weiches Fell entwickelt und ordentlich an Gewicht zugelegt. Wie bei Kängurus üblich wird es Tag und Nacht von Pflegemutter Anja in einem extra genähten Beutel auf dem Bauch mit herumgetragen, um die für die Entwicklung notwendige Körpertemperatur aufrecht zu erhalten. Sie sei ein richtiges Familienmitglied geworden, erzählt Anja Eichler und tätschelt stolz die langen Sprungbeine ihres Schützlings. 

 

 

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