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Der Beruf des Zoo-Tierpflegers

Der Ausbildungsberuf "Tierpfleger/in" gliedert sich in die drei Fachrichtungen Klinik und Forschung, Heim- und Pensionstierpflege sowie die Zoo-Tierpflege.

Hier soll ausschließlich die Fachrichtung Zoo-Tierpflege vorgestellt werden.

Für viele Menschen ist der Beruf des Tierpflegers ein „Traumberuf“. Oft wird dabei vergessen, dass neben der Nähe zum Tier die Reinigung der Gehege und die Futterzubereitung zu den täglichen Routinen zählen, die erledigt werden müssen.

Neben diesen Hauptaufgaben gehören die Pflege, das Beobachten und manchmal auch die Aufzucht verwaister Jungtiere zu diesem Berufsbild. Sehr wichtig ist auch die Beschäftigung von Wildtieren durch Lebensraumbereichernde Maßnahmen (das sog. Behavioural Enrichment): Da die Tiere wegen des Wegfalls zeitaufwändiger Futtersuche mehr „freie Zeit“ zur Verfügung haben sollen Aktionen und Programme das Aufkommen von Langeweile verhindern. Nicht zuletzt ist der Zoo-Tierpfleger aber auch Ansprechpartner für die vielen Besucher eines Zoos. Von ihm erhält der interessierte Zoogänger fachlich fundierte Auskunft über die im Tiergarten gepflegten Tiere.

In Deutschland erfolgt die Ausbildung zum Zoo-Tierpfleger im Rahmen einer dreijährigen Lehre.
Erläuterungen und Praxishilfen zur Ausbildungsordnung samt Ausbildungsrahmenplan können beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB) bzw. im Fachbuchhandel erworben werden
(ISBN-Nr.: 3-8214-7162-X). 


Nur Füttern und Tiere streicheln
ist nicht!

Im Folgenden seien die häufigsten Tätigkeiten eines Tierpflegers aufgeführt:
-   Kontrolle des Tierbestands
-   Kontrolle der Gehege, Gebäude und technischen Anlagen
-   Organisation des Tagesprogramms
-   Zubereitung verschiedenster, artgerechter Futtermischungen
-   Fütterung (auch kommentierte Fütterungen / Erläuterungen für Besucher)
-   Planung und Durchführung von Reinigungsarbeiten
-   Erledigung von Reparaturen  
-   Beantwortung von Besucherfragen
-   Planung des Futterlagers (Obst, Gemüse, Heu, Stroh, Verbrauchsartikel)
-   Täglicher Informations- und Gedankenaustausch mit dem Tiergartendirektor und
     – falls erforderlich –  mit dem Tierarzt und dem Zoopädagogen
-   Durchführung von Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Tiere (Huf- und Fellpflege, 
    Desinfektion von Stallungen etc.)
-  Unterstützung des Tierarztes bei Behandlungen und Durchführung von
    Behandlungen nach Absprache mit dem Tierarzt
-   Aufzeichnung von Tierdaten und Führung einer Tierkartei (Geburtsgewichte, 
    Schlupf- und Geburtsdaten, Nummern von Ohrmarken oder Mikrochips)
-   Beobachtungen zum Paarungsverhalten, zur Eiablage u.a.
-   Messung chemischer Wasserwerte (z.B. in Aquarien)

 

Diese Liste zeigt sehr gut, wie umfangreich das Berufsbild des Zoo-Tierpflegers ist. Keineswegs beschränkt sich die Arbeit nur auf Füttern und Saubermachen. Der Tierpfleger trägt die volle Verantwortung für alles, was in seinem Revier geschieht.

 

 Welche Voraussetzungen sollte man für diesen Beruf mitbringen?

Verantwortungsgefühl und die Bereitschaft, seine Arbeit in den Dienst des Tieres zu stellen, sind die Markenzeichen guter Zoo-Tierpfleger.
Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit und Selbstbeherrschung im Umgang mit den uns anvertrauten Tieren sind Eigenschaften, die jeder Tierpfleger haben sollte.

Als Zoo-Tierpfleger muss man schließlich in der Lage sein, die Verantwortung für mitunter sehr seltene Wildtiere oder für ganze Zuchtgruppen zu übernehmen, deren Bestände in freier Wildbahn bereits kurz vor der Ausrottung stehen und die daher einen unersetzbaren Wert darstellen.
Genauso wichtig wie der liebevolle Umgang mit den Tieren ist der Umgang mit Menschen. Beides muss ein Tierpfleger gerne und mit ganzem Herzen machen wollen.

 

Was ist  bei der Wahl dieses Berufs noch zu bedenken?

Da die Tiere jeden Tag gleich gut versorgt werden müssen, ist auch an Wochenenden oder an Feiertagen Dienst zu leisten.
Längere Arbeitszeiten bzw. Überstunden entstehen gelegentlich auch dann, wenn z.B. Heu eingelagert werden muss oder Tiere gesondert behandelt werden müssen.
Teils ist auch körperlich schwere Arbeit zu leisten.
Tierschutzgerechtes Töten von Futtertieren (z.B. Mäuse und Ratten) ist Teil des Ausbildungsrahmenplans und muss daher auch von einem Auszubildenden in der Tierpflege erlernt werden, denn auch Greifvögel, Schlangen, Echsen und viele andere Tierarten wollen artgerecht ernährt werden. 

 

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