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25. April 2017

Meister Adebar auf der Schimpanseninsel

Meister Adebar auf der Insel
Die Schimpansen im Straubinger Tiergarten haben gefiederte Mitbewohner

Derzeit ist das Erstaunen groß, wenn die Besucher vor dem Affenhaus stehen, in dem die beiden Schimpansenmänner Alfons und Lutz leben. Auf der Schimpanseninsel kann man nämlich neben den beiden Schimpansen auch andere Zweibeiner entdecken - und es sind nicht die Tierpfleger!
Hoch oben auf einem der Kletterbäume der Schimpansen baut seit einigen Tagen ein Storchenpaar sein Nest. Eifrig wird Zweig um Zweig hinzugefügt und zurecht gerückt und dazu alles mit Moos gut ausgepolstert.
Bei Baubeginn mussten die beiden eigentlichen Inselbewohner natürlich das Bauwerk begutachten, doch seitdem dulden die Schimpansenmänner ihre gefiederten Mitbewohner, deren Nest nun nicht nur durch die Höhe, sondern auch durch den umliegenden Teich vor Füchsen und Mardern sicher ist. Nachdem beide Vögel beringt sind, geht der Tiergarten davon aus, dass das Brutpaar auch aus dem Tiergarten Straubing stammt. Für die Besucher ist der Standort natürlich wundervoll, denn kein Storchennest im Tiergarten Straubing ist so gut einsehbar wie jenes auf der Schimpanseninsel.
Man darf erwarten, dass dieses Nest nun regelmäßig bewohnt sein wird, denn Störche sind ausgesprochen nistplatztreu und übernehmen nach dem Rückflug aus den Winterquartieren stets wieder ihr altes Nest. Über Jahre hinweg entstehen so in der Natur die großen Horste der Weißstörche, da jedes Frühjahr einfach eine neue Lage an Zweigen hinzugefügt wird.
Im Osten Europas gibt es Dörfer, die teils mehr Störche als Einwohner haben. Westeuropäer hingegen kennen Störche zum Teil nur noch aus Büchern. Denn im hochindustriellen und intensivbewirtschafteten Westeuropa finden die Störche schlicht keine Nahrung. Mäuse und Maulwürfe, Frösche und Kröten, Eidechsen, Schlangen aber insbesondere auch Heuschrecken dienen den Störchen als Nahrungsquelle. All diese Tiere leben in gut strukturierten Lebensräumen, in steinigen Landstrichen genauso wie in Sümpfen, Teichen, Feuchtwiesen oder extensiv bewirtschafteten Äckern. Flurbereinigungen, intensiver Ackerbau und Trockenlegungen hingegen bedeuten das Aus für diese Artenvielfalt und damit auch für den Weißstorch. Zum Glück haben intensive Schutzbemühungen dazu geführt, dass sich der Weißstorchbestand seit den 80er Jahren wieder etwas erholt hat.

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